Verhaltenstipps - Was tun wenn

Meldungen über aggressive angetrunkene Jugendliche oder Übergriffe auf Fahrgäste und Fahrpersonal sind im Fokus der Öffentlichkeit. Meist liegen dabei spektakuläre Einzelfälle zu Grunde, über die in den Medien berichtet wird. Obwohl in Stuttgart objektiv kein relevantes Sicherheitsproblem im öffentlichen Personen- und Nahverkehr vorliegt, konnte einen zunehmender Informationsbedarf von besorgten Bürgerinnen und Bürgern zum Verhalten in Gefahrensituationen festgestellt werden. Ängste vor Gewalttaten können dazu beitragen, dass das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln beeinträchtigt wird, obwohl das Risiko eines körperlichen Angriffs gerade hier relativ gering ist.

 

Themen

Allgemeine Empfehlungen


Tipp 1

Beobachten Sie aufmerksam Ihre Umgebung

 

Tipp 2

Meiden Sie dunkle, menschenleere Haltestellen und Bahnsteige

Tipp 3

Entfernen Sie sich von Menschen oder Gruppen, wenn Sie befürchten, dass von diesen Gefahr ausgeht

Tipp 4

Verlassen Sie, wenn nötig, die Haltestelle oder den Bahnsteig, bzw. halten Sie entsprechend Abstand

Tipp 5

Bleiben Sie ruhig, vermeiden Sie Hektik oder Panik

Tipp 6

Suchen Sie Begleitung oder die Nähe vertrauenswürdiger Menschen

Tipp 7

Steigen Sie in den vordersten Wagen ein

Tipp 8

Setzen Sie sich im Bus nach vorn in die Nähe des Fahrpersonals

Tipp 9

Steigen Sie in kritisch empfundenen Situationen aus und wechseln Sie in einen anderen Wagen oder nehmen Sie den nächsten Bus oder die nächste Bahn

Tipp 10

Lassen Sie sich durch Reden, Gesten, oder Benehmen nicht provozieren, beispielsweise bei: Füße auf dem Sitz, Rauchen, Polsterschlitzen, Graffiti

Tipp 11

Informieren Sie im Ernstfall so rasch wie möglich das Fahrpersonal oder die Polizei

Tipp 12

Viele Fahrgäste fühlen sich durch Betteln in öffentlichen Verkehrsmitteln belästigt. Auch in unseren Verkehrsmitteln sind immer wieder Bettler unterwegs, die einer organisierten Gruppe angehören. Bitte unterstützen Sie dieses Vorgehen nicht aktiv durch Geldspenden. Vielen Dank.

Helfen, aber sicher - Zivilcourage


Tipp 1

Helfen Sie anderen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Niemand erwartet von Ihnen „Heldentaten“

 

Tipp 2

Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. Sprechen Sie diese Personen direkt an

Tipp 3

Beobachten Sie eine Situation genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein. Achten Sie dabei auf Besonderheiten und teilen Sie ihre Beobachtung später der Polizei mit

Tipp 4

Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110. Wenn Sie selbst kein Telefon mitführen, beauftragen Sie andere Personen 

Tipp 5

Kümmern Sie sich um das Opfer

Tipp 6

Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung. So helfen Sie mit, dass Täter zur Verantwortung gezogen werden

Wenn Sie belästigt oder angegriffen werden


Tipp 1

Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie Panik und Hektik.

 

Tipp 2

Treten Sie selbstbewusst auf. Eine aufrechte und stabile Körperhaltung hilft zu verhindern, dass Sie für einen möglichen Täter als leichtes Opfer erscheinen.

 

Tipp 3

Versuchen Sie frühzeitig, der Situation auszuweichen, indem Sie nicht auf die Person eingehen oder ihr räumlich auszuweichen.

Tipp 4

Sprechen Sie die betreffende Person nicht mit "Du" an, sondern bleiben Sie förmlich distanziert beim "Sie"- so erkennen andere Mitreisende sofort, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter berfeundeten Menschen handelt.

Tipp 5

Fordern Sie unbeteiligte Personen aktiv und direkt dazu auf, zu helfen oder Hilfe herbeizurufen.

Tipp 6

Rufen Sie selbst über die beschriebenen Notrufeinrichtungen (s. Fahrzeuge und Haltestellen) oder über ein Mobiltelefon Hilfe für sich oder andere herbei.

Tipp 7

Kümmern Sie sich um das Opfer. Leisten Sie erste Hilfe und / oder helfen Sie durch Zuspruch.

Tipp 8

Zögern Sie nicht, die Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens oder die Polizei zu informieren, wenn Ihnen eine Situation kritisch erscheint. Je früher Sie handeln, umso eher kann eine Situation entschärft werden.

Tipp 9

Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.

Wenn Gefahr besteht


Tipp 1

Angst ist ein schlechter Ratgeber - versuchen Sie Ruhe zu bewahren

 

Tipp 2

Nutzen Sie die Sprecheinrichtungen in den Fahrzeugen und an den Haltestellen oder Ihr Mobilfunktelefon.

 

Tipp 3

Befolgen Sie die Anweisungen der Mitarbeiter, der Polizei und Rettungsdienste, die im Umgang mit schierigen Situationen geschult sind.

Tipp 4

Achten Sie immer darauf, sich selbst nicht zu gefährden.

Tipp 5

Helfen Sie anderen, die hilfsbedürftig, verletzt, orientierungslos oder nicht in der Lage sind, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Vor allem Kinder, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen könnten Hilfe benötigen.

Tipp 6

Wenn eine Person auf die Gleise gefallen ist, benutzen Sie umgehend die Notrufeinrichtungen in den unterirdischen Haltestellen.

Tipp 7

Wenn ein Feuer ausgebrochen ist, bringen Sie sich und andere in Sicherheit. Verlassen Sie verrauchte Bereiche umgehend.

Schutz Ihres Eigentums


Tipp 1

Achten Sie in Bussen und Bahnen auf Taschendiebe

 

Tipp 2

Tragen Sie Geld und Wertsachen dicht am Körper in verschlossenen Innentaschen der Kleidung

 

Tipp 3

Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit wie notwendig

Tipp 4

Bewahren Sie Bargeld möglichst getrennt von EC- oder Kreditkarten am Körper auf, etwa in Gürteltschen oder Brustbeuteln

Tipp 5

Tragen Sie Handtaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper hin

Tipp 6

Achten Sie im Gedränge noch stärker auf Ihre Wertsachen

Tipp 7

Weitere Informationen finden Sie auf dem Faltblatt "Schlauer gegen Klauer" im Flyer "Schutz gegen Taschendiebe" oder auf der Homepage der Bundespolizei.

Tipp 8

Schützen sie ihr Mobiltelefon, denn: Ein gesichertes Handy oder Smartphone ist für Diebe und Räuber nicht attraktiv. Hier können Sie den Flyer der Kriminalprävention mit weiteren Informationen und einem Mobiltelefon-Pass herunterladen. Wir empfehlen den Mobiltelefon-Pass auszufüllen. Außerdem sollten Sie die Verpackung ihres Mobiltelefons aufheben, da sich darauf in der Regel ein Aufkleber mit der IMEI-Nummer befindet. Machen Sie vorsorglich von dem Aufkleber ein Foto, drucken dieses aus und bewahren Sie den Ausdruck bei den Kaufunterlagen auf.

Verhaltenstipps am Bahnsteig


Tipp 1
Bahnanlagen und Haltestellen sind keine Spielplätze. Wer sich achtsam verhält, kann Unfälle vermeiden. Beachten Sie die anschaulichen Videos zur Unfallprävention der Deutschen Bahn AG und der Initiative "Sicher zu Fuß" der SSB AG sowie die Informationen der Bundespolizei zum sicheren Verhalten auf Bahnanlagen.

Tipp 2
Aufgepasst am Bahnsteig: Bei jeder einfahrenden S-Bahn sehen Sie an den Anzeigen, ob es sich um einen Kurz-, Voll- oder Langzug handelt und wo genau der Halteabschnitt ist. Bei der Straßenbahn wird angezeigt, ob es sich um einen Kurz- oder Vollzug handelt. Ein Erklärfilm der S-Bahn Stuttgart zeigt wie das funktioniert.

 

Tipp 3
Nutzen Sie alle Türen entlang des Zuges: Gerade zu den Stoßzeiten bilden sich häufig Schlangen vor einzelnen Türen, wodurch die Weiterfahrt verzögert wird. Ein aus zwei Einheiten bestehender Vollzug hat z.B. 24 Türen. Achten Sie darauf, den Türbereich freizuhalten, damit sich die Abfahrt des Zuges nicht verzögert.

 

Tipp 4
Reisegruppen, wie z. B. Schulklassen, sollten sich auf mehrere Türen verteilen.

 

Tipp 5
Rücksicht nehmen: Erst aussteigen lassen, dann einsteigen! Achten Sie darauf, dass die anderen Fahrgäste genügend Platz zum Aussteigen haben.

 

Tipp 6

Selbst wenn die Fahrt nur kurz sein sollte: Fahrräder sind in der S-Bahn am sichersten und platzsparendsten in den Mehrzweckabteilen untergebracht.
Für die Stadtbahn gilt: Fahrräder sind im Stehplatzbereich in Türnähe unterzubringen. Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhl haben in den Fahrzeugen jeweils Vorrang.

 

Tipp 7
Mit Kinderwagen und Rollstuhl: Die Fahrzeuge müssen immer wieder stark bremsen. Sichern Sie Rollstuhl oder Kinderwagen daher auf jeden Fall durch die Bremse.

Verhaltenscodex für Fußballfans

 

Tipp 1

Rücksicht auf Mitreisende nehmen. Dies führt zu einem positiven Ansehen der Fans und Ihres Vereins.

 

Tipp 2

Alkohol nur in Maßen konsumieren. Damit Sie auch im Stadionbesuch noch Ihre Freude haben.

 

Tipp 3

Verschmutzungen und Beschädigungen vermeiden. So wird die Bahnfahrt für alle Beteiligten Teil eines positiven Erlebnisses.

 

Tipp 4

Handlungen, die zu Verzögerungen oder Störungen des Eisenbahnbetriebes führen, unterlassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie pünktlich zum Spiel und wieder nach Hause kommen.

 

Tipp 5

Sich nicht an körperlichen Auseinandersetzungen und Provokationen beteiligen.

Gehen Sie Streitigkeiten aus dem Weg.

 

Tipp 6

Sich nicht mit Straftätern solidarisieren. So sorgen Sie für ein positives Ansehen der wahren Fans und Ihres Vereins.

 

Tipp 7

Die Polizei- & Ordnungskräfte an der Durchführung ihrer Maßnahmen nicht behindern. Somit tragen Sie zur Gewährleistung der Sicherheit aller bei und machen sich selbst nicht strafbar.

 

Tipp 8

Keine Pyrotechnik in Zügen und Bahnhöfen verwenden. So vermeiden Sie Gefahren für Leib und Leben und begehen keine verbotenen Handlungen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handzettel der Bundespolizei zum Thema Pyrotechnik und im Flyer Hinweise zu Pyrotechnik (pdf).

 

Tipp 9

Bei Fehlverhalten von mitreisenden Fußballfans nicht wegschauen.

Zeigen Sie Zivilcourage und melden derartige Verhaltensweisen dem Zugpersonal oder den vor Ort befindlichen Einsatzkräften der Bundespolizei.